2-Tages-Übung 2011
2-Tages-Übung 2011
Am 13.08.2011 quartierten sich wieder 14 Kameraden, darunter unsere sieben Jugendlichen im Rüsthaus für die 2-Tages-Übung ein. Neben den Übungseinsätzen an diesen beiden Tagen, gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Ausbildung und gemeinsamer Freizeitgestaltung.
Um 07.00 Uhr traten die Kameraden vor dem Rüsthaus zur Übungsbesprechung an, dabei wurden die Gruppen für das KLF und das TLF eingeteilt und anschließend die Fahrzeuge gemeinsam mit den Gruppenkommandanten und Kraftfahrern inspiziert.
Noch während der Fahrzeugübernahme wurde gegen 07.30 Uhr der erste Übungseinsatz alarmiert. Es handelte sich um einen Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Moped, wobei der PKW Lenker leicht verletzt wurde, die Mopedlenkerin in den angrenzenden Wald geschleudert wurde und Betriebsflüssigkeiten aus dem PKW austraten.
Die TLF Gruppe stellte einen Brandschutz her und führte die Rettung der Mopedlenkerin durch, die KLF Gruppe sicherte die Unfallstelle ab und band die Betriebsmittel, gleichzeitig wurden beide Unfallbeteiligten erstversorgt.
Unterbrochen wurde diese Schulung um etwa 10.30 Uhr für den nächsten Übungseinsatz. Gemeldet wurde ein Wohnhausbrand in Hörmsdorf. Tatsächlich brannte ein Nebengebäude, in dem auch zwei Ponys untergebracht waren.
Die Tanklöschgruppe führte einen Löschangriff mit zwei C-Rohren durch und rettete die Ponys aus dem Gebäude, während die Gruppe des Kleinlöschfahrzeuges eine Zubringleitung von einem nahe gelegenen Hydranten herstellte. So konnte auch dieser Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden.
Nach Abschluss des Wirtschaftsgebäudebrandes folgte das Mittagessen, am Nachmittag wurde die Schulung vom Vormittag fortgesetzt.
Natürlich kam es gleich wieder zum nächsten Einsatz. Um 14.00 Uhr wurde wieder ein Verkehrsunfall gemeldet, bei dem eine Person unter einem Fahrzeug eingeklemmt wurde. An der selben Stelle, an der die aktiven Kameraden bereits in den Wochen zuvor bei den Löschgruppenübungen dieses Szenario beübt hatten, mussten diesmal unsere Jugendlichen ran.
Das Fahrzeug wurde mit der Seilwinde des KLF gesichert, in weiterer Folge mittels Hebekissen gehoben und so die Person gerettet. Auch die Fahrzeugbergung wurde mit der Seilwinde des KLF durchgeführt.
Nachdem die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt war, wurde um 16.00 Uhr zum offiziellen Dienstschluss an diesem Tag nochmal angetreten, währendessen wurde der nächste Einsatz, ein Flurbrand gemeldet.
Annahme war, dass eine Zufahrt mittels Tanklöschfahrzeug aufgrund der verstellten Straße nicht möglich war. Die TLF-Gruppe rückte daher zu Fuß nach und unterstützte die Mannschaft des KLF, welche aus der Saggau ansaugte und eine Zubringleitung herstellte, bei den Löscharbeiten.
Dann ging es aber endgültig zur Freizeit über. Am frühen Abend wurde ein Bewerb zwischen den beiden Löschgruppen, mit den ersten Bewerbsdisziplinen Hindernisparcours und Sackhüpfen gestartet. Nach dem Abendessen, in Form von Gegrilltem, wurde dieser Bewerb mit einem Test der Sangeskünste unserer Mitglieder mit dem bekannten Karaoke Spiel "Singstar" fortgeführt.
Um 22.00 Uhr ging es dann zur Nachtruhe, die nicht lange währte, kurz darauf hatten die Jugendlichen eine Menschenrettung zu bewältigen. Ein Mann war, laut eigenen etwas wagen Angaben, auf dem nach Hause Weg abgestürzt und unter einer Brücke gelandet. Während der Rettungsmaßnahmen flüchtete dieser aber plötzlich und wechselte das Ufer der Saggau. Dort blieb er aber endgültig liegen und wurde mit der Korbtrage gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.
Auch die weitere Nachtruhe wurde unserer Mannschaft nicht gegönnt, kurz nach dem Einrücken ging der nächste Notruf zu einem Mistkübelbrand in der Nähe des Freibades in Eibiswald ein. Da es sich nur um einen Kleinbrand handelte, wurde dieser mit einem Pulverlöscher gelöscht und anschließend die Glutnester mit der Kübelspritze nachgelöscht. Danach konnten die Kameraden endlich die Nachtruhe antreten.
Um 01.00 Uhr wurde die Nachtruhe erneut unterbrochen. Ein Fahrzeugbrand auf der Kowaldhöhe war der Grund. Die Mannschaft des TLF führte einen Löschangriff mit dem HD-Rohr durch, die KLF Mannschaft sorgte für die Sicherung der Einsatzstelle. In weiterer Folge musste noch ein Schaumteppich über das Fahrzeug gelegt werden, da sich anscheinend Stoffe in dem Fahrzeug befanden, welche nicht mit Wasser zu löschen waren. Letztendlich wurde der Brand aber erfolgreich bekämpft.
Die Nacht war etwas kurz, wie man beim Einsatz um 05.30 Uhr morgens am Sonntag, dem 14.08. in den Gesichtern einiger Teilnehmer erkennen konnte, nichts desto trotz rückten die Kameraden zu einer Suchaktion nach einem abgängigen Jäger aus.
Eine Suchkette wurde gebildet und wenig später wurde der Mann auch bereits gefunden. Ein First Responder versorgte gemeinsam mit den Kameraden den Verletzten, anschließend wurde er mittels Korbtrage aus dem Wald transportiert.
Nach dieser anstrengenden Arbeit hatten sich die Jugendlichen das Frühstück mit Speck und Eiern verdient.
Gegen 10.00 Uhr dann der nächste Alarm zu einem Garagenbrand. Am Einstazort stellte sich heraus, dass eine Werkstätte in einer Holzhütte in Flammen aufgegangen war. Der aufgebrachte Besitzer wurde von einem Kameraden betreut und beruhigt und gab an, dass sich eine Acetylen und eine Sauerstoff-Druckgasflasche im Gebäude befunden hatten, diese bereits von den Flammen beaufschlagt wurden, er diese aber aus dem Gebäude bringen konnte.
Vom TLF wurde daraufhin eine Löschleitung vorgenommen um den Gebäudebrand zu bekämpfen und die Gasflaschen mit einem zweiten Rohr aus einer Deckung heraus gekühlt. Die Gruppe des KLF sicherte die Einsatzstelle ab und sorgte für das nötige Löschwasser durch eine Zubringleitug von einem Hydranten, so konnte auch dieser Einsatz erfolgreich gemeistert werden.
Nachdem die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt worden war und alle Geräte versorgt, wurde ein motorisierter Orientierungsmarsch als Teil des Bewerbes zwischen den beiden Gruppen durchgeführt. Dabei musste eine Wegstrecke aufgrund einer Streckenbeschreibung abgefahren werden, auf verschiedenen Stationen mussten Aufgaben, wie das Schätzen von Höhen und Flächen, das Erstellen einer Lageskizze oder das Auffinden von möglichen Löschwasserbezugsstellen, gemeistert werden.
Nach dem Mittagessen galt es einen besonderen Anlass zu feiern. JFM Martin Struz feierte an diesem Tag seinen 14. Geburtstag, wozu ihm alle gratulierten und ihm von Jugendbeauftragter LM Kathrin Kribernegg ein kleines Geschenk überreicht wurde. Martin Struz bedankte sich seinerseits mit einer Geburtstagstorte, die sich die Kameradinnen und Kameraden schmecken ließen.
Nach der kleinen Feierrunde wurde bereits mit dem Zusammenräumen begonnen. Einen letzten Einsatz galt es allerdings noch zu bewältigen. Aufgrund einer Anforderung des Rettungsdienstes mussten die Kameraden gegen 14.45 Uhr eine Person aus dem Dachgeschoss eines Wirtschaftsgebäudes retten. Die Person wurde dazu mittels Stifneck und Schaufeltrage immobilisiert und in weiterer Folge mit der Korbtrage über eine Leiter gerettet.
Nach dem letzten Einsatz schienen die Übungsteilnehmer sehr geschafft, zumal es in dem Dachgeschoss Temperaturen wie in einer Sauna hatte. Nun hatte es die Mannschaft aber geschafft, die, inzwischen siebente, 2-Tages-Übung ging ihrem Ende zu.
Bei der Schlusskundgebung wurde noch der Sieger des Gruppenwettkampfes bekannt gegeben, es war dies die Gruppe des TLF, welche den Bewerb, aufgrund des Ergebnisses des letzten Bewerbsteiles, dem Motmarsch, knapp für sich entscheiden konnte.
Damit ging eine wieder einmal sehr ereignis- und lehrreiche 2-Tages-Übung unserer Jugend zu Ende. Trotz zweier anstrengender Tage und einer recht schlaflosen Nacht, schien die Übung, wie schon in den letzten Jahren, unsere Jugend doch begeistert zu haben, sodass eine Fortsetzung im Jahr 2012 wohl außer Zweifel steht.
Ein Dank gilt allen Kameraden unserer Feuerwehr, der Nachbarfeuerwehr Eibiswald und den zivilen Helfern und Übungsdarstellern, die in den Wochen vorher bei der Vorbereitung und an den beiden Tagen zu jeder Tages- und Nachtzeit an der Übungsorganisation und Übungsdurchführung beteiligt waren!
